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El Hierro, die Insel am Ende der Welt
Früher galt sie als das Ende der Welt, die menschenleere Insel
El Hierro am äußersten Rand des kanarischen Archipels. Auch
heute scheint hier das Leben noch weitaus geruhsamer zu verlaufen
als andernorts und vom hektischen Tourismus der größeren Inseln
ist die Kleinste der Kanaren völlig unberührt geblieben. Die
ursprünglichen Traditionen in der Landwirtschaft und den folkloristischen
Bräuchen sind hier noch lebendig und intakt.
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Baum auf der Insel El Hierro.
Foto: Tourspain
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Auch wenn man versucht das touristischen
Potential der kleinen Insel zu erschließen, so geschieht dies
in einer Weise, die dem Bewusstsein von Umweltverschmutzung
und alternativem, sanften Tourismus folgt. Wer dem hektischen
Alltag entfliehen will sollte sich an hierhin, an das Ende der
Welt zurückziehen. Es gibt keinen zentralen Urlaubsort sondern
über die ganze Insel sind einige Unterkünfte verteilt.
Hervorzuheben sind die Küstenorte La Caleta, Timijaraque und
Tamaduste, die sich für einen Strandurlaub eignen. Zwar ist
die Küste der Insel meist sehr steil, aber hier finden sich
genug kleinen Buchten um in aller Ruhe Strandaktivitäten nachzugehen.
Besonders in Tamaduste kommt man in den Genuss eines spektakulären
natürlichen Schwimmbeckens, das vom Meer mit frischen kristallklaren
Wasser gespeist wird.
Auch Flora und Fauna scheinen hier in der Zeit stillzustehen.
Auf El Hierro existiert der letzte Wald aus Sadebäumen. Diese
Wacholdergewächse mit ihrem verworrenen Geäst waren einst überall
auf den Kanaren zu finden. Und in den unwegsamen Steilküsten
lebt in Form der Riesenechse von El Hierro auch heute noch ein
Teil der prähistorischen Tierwelt fort.
Ein großer Teil der Landwirtschaft hat
sich in der Senkung von El Golfo angesiedelt und dies so zu
einem der grünsten Teile der Insel werden lassen. Als Kontrast
zu den schroffen Felsen der Küste und dem schwarzen Lavagestein,
liegen im Inneren der Insel grüne Pinienwälder.
Wichtigster Ort ist die Hauptstadt Valverde, die im Inneren
der Insel liegt. Daneben sind auch Tinor, San Andrés und Frontera
von Bedeutung um den Charakter der Insel und ihrer Bewohner
kennen zu lernen. Nicht außer Acht lassen sollte man dabei die
vorzüglichen Weine, die hier angebaut werden und die heimischen
Käseprodukte, wie den geräucherten Käse oder die Käseküchlein.
Ein traditioneller Höhepunkt ist die Bajada de la Virgen de
los Reyes, eine Feierlichkeit die nur alle vier Jahre zu Ehren
der Jungfrau Maria gefeiert wird. Begleitet von kostümierten
Tänzern, von Pfeifen und Trommeln wird Jungfrau am Morgen des
24. Septembers von La Dehesa nach Valverde getragen. An diesem
Brauch wird deutlich, wie Religion mit den vorchristlichen Bräuchen
verbunden bleibt. Das Fest zählt zu den beeindruckensten in
der Kultur der Kanaren.
Quelle:
pairola-media
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