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Alternativurlaub auf La Gomera
Übervolle
Strände, lärmende Diskotheken, riesige Hotelkomplexe..... dies ist
etwas was man auf La Gomera nicht finden wird. Die Kleinste der
kanarischen Inseln ist ein wahres Paradies für Erholungssuchende,
die ihren Urlaub fernab vom Massentourismus verbringen möchten.
Bereits in den Sechziger Jahren wurde die Insel zum Anzugspunkt
für Hippies oder Aussteiger die hier einen alternativen Lebensstil
suchten.

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Der Nationalpark de Garajonay
auf La Gomera.
Foto: Tourspain
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Hauptattraktion
ist hier die facettenreiche Natur, mit ihren seltenen Pflanzenarten
und ungewöhnlichen Bergformationen. Tatsächlich bilden die gesamte
Oberfläche der Insel eine einzige große Schlucht. Dadurch entstanden
die charakteristischen, von steilen Wänden eingeschlossenen, Täler,
die das Aussehen der Insel prägen.
In der Hochebene findet man den uralten Lorbeerwald, den Laurisilva,
der immer in Nebel eingehüllt zu sein scheint. Diese Art von Wald
bedeckte einst den ganzen mediterranen Raum. Heute ist er in seiner
ursprünglichen Form nur noch auf dieser kanarischen Insel zu finden.
Daneben gibt es auf Gomera -begünstigt durch den Passatwind- etwa
400 Gewächse, die sonst schon vor Millionen Jahren ausgestorben
sind.
Ohne Zweifel gehört der Naturpark Garajonay zu den beeindruckendsten
Sehenswürdigkeiten von La Gomera. 1981 wurde das außergewöhnliche
Waldgebiet zum Nationalpark erklärt. Vier Jahre später nahm die
UNESCO das Gebiet mit seinem einzigartigen “Bosque del Cedro“ und
seinem artenreichen Lorbeerwald, die den Hauptbestandteil des Nationalparks
ausmachen, in die Liste der schützenswerten Kulturgüter der Menschheit
auf.
Der Park nimmt etwa zehn Prozent der Inseloberfläche ein und beheimate
neben seltene Pflanzen auch zwei vom Aussterben bedrohte Taubenarten.
Gut markierte Wanderwege erleichtern die Erkundung des Parks und
ein Besucherzentrum informiert über Flora und Fauna und bietet zudem
Führungen durch das Gebiet an.
Historisch
gesehen spielte La Gomera vor allem bei der Entdeckung Amerikas
eine wichtige Rolle, weswegen sie auch die kolumbinische Insel genannt
wird. In der Hauptstadt San Sebastián machte Kolumbus Halt, bevor
er zu seiner Expedition aufbrach und sie wurde zu einem traditionellen
Anlaufpunkt auf dem Weg in die neue Welt. Aus dieser Ära sind heute
noch der Grafenturm und sowie das Haus des Kolumbus und das Haus
des Zolls erhalten. Neben der Hauptstadt sind auch malerische Orte
wie Agulo, Hermigua oder Chipude einen Besuch unbedingt wert.
Ein weiterer interessanter Ausflugsort ist die Quelle Chorros de
Epina, auf der Strasse nach Vallehermoso. Das Wasser soll Krankheiten
heilen und fast magische Wirkung haben. Im Sommer findet in Epina
eine Fiesta mit alter gomerianischer Folklore, Musik und Tänzen
statt.
Zu den Gebieten die dem Tourismus am Besten erschlossen sind gehört
Valle Gran Rey. Hier gibt es auch einige schöne Strände, die einen
Badeurlaub ermöglichen. Betonung wird hier jedoch darauf gelegt,
das alle touristischen Angebote im Einklang mit der Natur stattfinden.
Daneben gibt es rund um die Playa de Santiago kleine Hotels und
Pension, die Übernachtungsmöglichkeiten anbieten.
Auch aus der Zeit vor der spanischen Herrschaft sind auf La Gomera
noch Zeichen zu sehen. Noch immer gibt es die Höhlenwohnungen, in
denen die ursprüngliche Töpferei der Ureinwohner betrieben wird.
Ein anderes Überbleibsel aus prähispanischen Zeiten ist der Gebrauch
der Silbo. Dabei handelt es sich um eine aus Pfeiftönen bestehende
Sprache. Zwischen den Tälern und Schluchten dient diese Art der
Kommunikation, die durch Tonhöhen- und Längen artikuliert wird,
zur Übermittlung von Nachrichten. Diese Art der Gomeros, sich über
Entfernungen hinweg zu verständigen ist auf der Welt einzigartig.
Quelle:
pairola-media
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