Bild: Mit Kreuzfahrtschiff in der Karibik

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 URLAUB AUF DEN KANAREN


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Reisemagazin Kanarische Inseln mit den Artikeln:

Kanaren - Inseln des ewigen Frühlings  Arona auf Teneriffa - perfekter Urlaub auch im Rollstuhl
Segeln, Surfen, Tauchen auf den Kanaren   Essen und Trinken: die kanarische Küche
Fiesta Fiesta! - hier wird gefeiert    Samba & Salsa - Karneval auf den Kanaren

 


Kanaren - Inseln des ewigen Frühlings

Als Reiseziel sind die sieben Inseln des kanarischen Archipels heute beliebter als je zuvor und ziehen pro Jahr mehrere Millionen Besucher an. Attraktiv ist vor allem die Mischung aus vielfältiger Naturlandschaft und den traumhaften Stränden, die zum Sonnenbaden und jeglicher Art von Wassersport einladen.

Durch ihre geografische Lage und ihre vulkanische Aktivität nehmen die Kanaren allein schon landschaftlich eine gesonderte Stellung ein: ausgedehnte Wälder, tiefe Schluchten und Krater, ja sogar wüstenähnliche Gebiete finden sich hier auf engstem Raum nebeneinander. Daneben brachte die Natur eine unvergleichliche Fülle an Pflanzen in den prächtigsten Farben hervor. Allein die bloße Erde scheint an manchen Orten ständig ihre Farbe zu wechseln: von Schwarz und warmen Braun bis hin zu leuchtendem Rot und magischem Grün.

Aufgrund der isolierten Lage der Inseln sind hier auch noch zahlreiche Pflanzen und Tierarten erhalten geblieben, die auf dem europäischen oder afrikanischen Kontinent bereits ausgestorben sind.

Dennoch entschließen sich wohl die meisten Touristen zu einem Besuch auf diesen außergewöhnlichen Inseln, um die Vorzüge der insgesamt 1500 Kilometer Atlantikküste zu genießen. Dort befinden sich die meisten touristischen Zentren, deren Dienstleistungen und Vergnügungsangebot jedem Anspruch gerecht wird.

Begünstigt durch das milde Klima, das den Kanaren auch den Beinamen „ Inseln des ewigen Frühlings“ eingebracht hat, sind sie das ganze Jahr hindurch ein attraktives Reiseziel, mit einer Durchschnittstemperatur von circa 22° Grad. Und auch wenn sich das Augenmerk der Besucher hauptsächlich auf die Strände und die damit verbundenen Möglichkeiten zum Wassersport richtet, wird mittlerweile auch der Wandertourismus auf den Kanaren immer beliebter. Ebenfalls ein Grund für Faszination, die von diesem Archipel ausgeht ist die freundliche und lebensfrohe Art der Inselbewohner, die sich ihre ganz eigene Kultur und Gastronomie, die sich aus europäischem und afrikanischem Brauchtum zusammensetzt, bewahrt haben.

Quelle: pairola-media

 

Arona auf Teneriffa - perfekter Urlaub auch im Rollstuhl

Die Gemeinde Arona im Süden Teneriffas hat es sich zum Ziel gesetzt, ein rundum behindertengerechter Ferienort zu werden. In Zusammenarbeit mit Sinpromi (Verband der Behinderten) realisiert die Gemeinde den Ausbau der fünf Kilometer langen Meerespromenade zwischen Los Cristianos und Playa de las Américas zur längsten barrierefreien Fußgängerzone Europas.

Darüber hinaus verfügt die Playa de las Vistas über einen behindertengerechten Zugang und weitere notwendige Installationen. Zufahrtsrampen, feste Holzstege und eine abgesicherte Badezone, sowie wassergeeignete Rollstühle und kompetente Betreuung ermöglichen ein Badevergnügen für jedermann. Umgebaute Busse und Taxen bieten einen behindertengerechten Transport, reservierte Behinderten-Parkplätze sind vorhanden. Der „Reiseführer für barrierefreien Tourismus“ der Gemeinde Arona mit behindertengerechten Hotels und zugänglichen Stränden und Restaurants kann bei Tenerife Tourism Corporation angefordert werden.

 

Segeln, Surfen, Tauchen auf den Kanaren

Von Robert Himmrich

"Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen" heißt ein alter deutscher Schlager und an kaum einem anderen Ort als im Bereich der spanischen Kanaren kann dieses Versprechen rund ums Jahr besser erfüllt werden. Dies gilt auch für Surfer, denn die Wassertemperatur liegt selbst in der sogenannten kalten Jahreszeit noch fast bei 20 Grad. Den nötigen Schub für die Segel verschafft häufig der heiße Scirocco aus der Sahara. Entsprechend beliebt sind daher die Afrika zugewandten Inseln Lanzaraote und Fuerteventura. Ein kurzweiliger Tagesausflug mit einem gelben Unterseeboot wird u.a. in Puerto Calero auf Lanzarote angeboten. Urlaub.de hat sich in die Tiefen des Atlantiks gewagt und war fasziniert von der bunten Unterwasserwelt samt einer versunkenen Mini-Titanic.


 


Der Strand Playa de las Teresitias auf Teneriffa.
Foto: Tourspain

 

Für Wassersportfreunde bieten die Kanaren insgesamt ideale Bedingungen. Überall auf den Inseln kann man Yachten oder Segelboote für faszinierende Ausflüge mieten. Man kann aber auch organisierte Ausflüge buchen, sei es um einen Tag an der Küste entlang zu segeln oder aber für eine Kreuzfahrt zwischen mehreren Inseln. Ein einmaliges Erlebnis sind die Ausflüge im Unterseeboot, die man von Puerto de Mogan auf Gran Canaria, von Las Galletas auf Teneriffa oder von Puerto Calero auf Lanzarote aus unternehmen kann.

Die Bedingungen für das Segeln mit leichten Segelbooten, für Windsurfen oder Kanufahren sind ausgezeichnet und es fehlen nicht die offiziell anerkannten Schulen, in denen man diese Sportarten erlernen kann. Alternativen wie Wasserski fahren, Wellenreiten, Tauchen, Fallschirmsegeln, Jetski fahren oder organisierte Ausflüge mit Hochseefischen sind ebenfalls möglich. Auch auf dem Land kann man jede erdenkliche Sportart auf modernen Anlagen ausüben. Die günstigen Preise für Mietwagen laden dazu ein, die herrlichen Landschaften im Inneren der Inseln kennenzulernen.

Die Vela Latina, eine heimische Art des Segelns, ist eine große Attraktion für Segler, die auf den Inseln anlegen. Mit den ungewöhnlichen Abmessungen ihrer Segel (der Mast und die Rahe messen jeweils zwischen 10 und 11 Metern) und einer maximalen Länge von 6,55 Metern sind die Boote wahre Kunstwerke der örtlichen Schiffbauer. Schon wegen der langen Tradition, die diese Sportart hat, aber auch wegen der Schönheit und dem spannenden Wettkampf sind diese Regatten immer wieder ein fesselndes Schauspiel.

Quelle: pairola-media

 

Essen und Trinken: die kanarische Küche

Die traditionelle Küche der Kanaren ist einfach und gut. Aus der Armut entstanden verbindet sie heute Einfallsreichtum mit Schlichtheit. In vergangenen Zeiten konnte man es sich nicht leisten etwas anderes als nur lebensnotwendige Nahrungsmittel importieren zu lassen. Für eine ausgeprägte Viehzucht fehlte zudem das Weideland, doch wurde schon immer eine Viehlzahl von Obst und Gemüse angebaut.


 


Leckereien der kanarischen Küche.
Foto: Tourspain

 

Traditionelles Grundnahrungsmittel der Kanaren ist seit Jahrtausenden das sogenannte gofio, ein Mehl aus gerösteten Mais-, Weizen- oder Hirsekörnern. Schon die Guanchen, die Ureinwohner der kanarischen Inseln, verstanden es, aus dem hellbraunen Pulver Speisen der verschiedensten Geschmacksrichtungen zu kochen. Speziell auf dem Land ist es auch heute noch fester Bestandteil der Hauptmahlzeiten. Meist wird es als pelle serviert, einer brotartigen Masse aus gofio, die in Scheiben geschnitten wird. Empfehlenswert ist besonders gofio escalado, eine dünne Fischsuppe mit Kräutern und Kartoffeln, die durch das beigemischte gofio zu einem sämigen Brei angedickt wird.

Mittlerweile beherrschen frischer Fisch und Meeresfrüchte die Speisekarten der Restaurants. Die Zubereitung wurde stark von den spanischen Einwanderern geprägt, da die Guanchen eher schlechte Fischer waren. Die bissfesten Fische, die in den kanarischen Gewässern gefangen werden, werden meist nur in Olivenöl gebraten und dann mit mojo serviert. Dabei handelt es sich um eine weiteres lokale Spezialität. Die pikante Sauce darf bei keinem kanarischen Essen fehlen. Des weiteren unterscheidet man zwischen mojo rosso, aus roter Peperoni, Öl und Knoblauch und mojo verde, der mit grüner Peperoni und viel Petersilie zubereitet wird. Beide Tunken sind sehr scharf und werden zu Fisch- und Fleischgerichten gereicht.

Man isst sie ebenfalls zu den papas arrugadas, einer klassischen Beilage, die zum populärsten Touristensnack avancierte. Übersetzt bedeutet dies etwa „verschrumpelte Kartoffeln“. Sie sind eine besondere Züchtung, die außen sehr dunkel und innen sehr gelb ist. Die Kartoffeln werden in einer Salzlake gegart und immer mit der Schale gegessen.

Beliebt sind auch Suppen und Eintöpfe, in denen alles zusammen kommt, was die Kanaren zu bieten haben. Probieren sollte man unbedingt den potaje canario, eine kräftige Gemüsesuppe mit Mais, Kichererbsen und Kartoffeln und den potaje de berros, einen milden Kresseeintopf, in dem Speck, Kartoffel und Kürbis eingekocht werden.

Derart gutes Essen muß natürlich auch mit einem guten Nachtisch abgerundet werden. Aus dem Reichtum an Früchten ergeben sich hier schier endlose Variationen. Daneben ist auch flan – ein Karamellpudding - sehr beliebt. Höhepunkt der kanarischen Desserts ist jedoch bienmesabe. Eine Nachspeise aus Eigelb, Mandeln, Honig und Limonen, die ins Deutsche übersetzt „ es schmeckt mir gut“ heißt.

Quelle: pairola-media

 


Fiesta Fiesta! - hier wird gefeiert

Vor allem für eins sind die Bewohner der kanarischen Inseln bekannt: für ihre unbändige Lebensfreude und ihr Talent, auch aus dem kleinsten Anlass ein großes Fest zu machen. Es wird behauptet , das fast jeden Tag irgendwo auf dem kanarischen Archipel eine Feierlichkeit begangen wird und den Inselbewohnern ist selten ein Weg zu weit, um bei einer Fiesta dabei zu sein.


 


Folklore auf Gran Canaria.
Foto: Tourspain

 

Meist handelt es sich hierbei natürlich eher um kleinere Feste von denen die Urlauber nichts mitkriegen, es sei denn, sie halten sich zufällig im richtigen Bergdorf auf. Dennoch gibt es einige Ausnahmen. Zu den wichtigsten religiösen Festen, zu Ostern und Weihnachten, finden überall prachtvolle Prozessionen statt. Beeindruckend sind auch die Festivitäten anlässlich Fronleichnams. Auf Teneriffa werden während der sogenannten Octavo de Corpus Christi die Strassen von La Orotava und La Laguna mit einem Meer aus Blüten geschmückt. In langwieriger Kleinarbeit werden aus unzähligen Blumen und farbigem Sand biblische Szenen nachgestellt und seit je her streiten sich die beiden Städte, wer die schöneren Bilder zu Stande bringt.

An das Corpus Christi schließt sich direkt die Romería an – was übersetzt Pilgerfahrt, Wallfahrt bedeutet. Bei diesen Feierlichkeiten ziehen die Kanarios in ihren folkloristischen Trachten durch die Strassen, Karren werden von blumengeschmückten Ochsen gezogen und an jeder Ecke findet man Tanz, Gesang und vor allem Wein, mit dem die zahlreichen Leckereien hinuntergespült werden. Die Romerías sind dermaßen beliebt, das sich die einzelnen Gemeinden untereinander absprechen um eine zeitliche Überschneidung zu vermeiden. So kann es vorkommen, dass sich diese Feste wochenlang über die kanarischen Inseln ziehen.

Die Königin der Fiestas ist jedoch auf Teneriffa zu finden. Den Tinerfenos, den Inselnbewohnern, bedeutet ihr carnaval alles. Während dieser Zeit verwandelt sich das Alltagsleben in eine einzige Fiesta und die ansteckende Ausgelassenheit verbreitet sich über die gesamte Insel. Der carnaval auf den kanarischen Inseln kann auf eine jahrhundertlange Geschichte zurückblicken. Das ursprünglich nur in Griechenland und Italien stattfindende Frühlingsfest, wurde von Felipe IV und Carlos III nach Spanien geholt. Auf den Kanaren gehörte das Spektakel schon vor mehr als 200 Jahren zu den beliebtesten Anlässen zum Feiern.


 


Die Bajada Virgen de las Nieves auf La Palma. Foto: Tourspain
 

Wie sehr die Tinerfenos ihren carnaval lieben, zeigte sich, als sie sich dem Befehl Francos wiedersetzten, der alle öffentlichen Karnevalsveranstaltungen verboten hatte. Franco, der Teneriffa kannte, befürchtete ,dass sich während dieser Zeit subversives Gedankengut durchsetzten könnte. Auf Teneriffa benannte man das Fest kurzerhand in las fiestas de invierno – Winterfeste – um, und umging somit das Verbot.

Heute ist der Karneval auf Teneriffa offiziell zu einer Veranstaltung von internationalem, touristischen Interesse erklärt worden. Nicht selten fällt der Vergleich mit Rio de Janeiro oder New Orleans und innerhalb Europas gilt er als der ausgelassenste und seine Paraden als die größten und schönsten. Als Konkurrenz tritt letztlich nur die Stadt Las Palmas auf der Nachbarinsel Gran Canaria an, deren Bewohner den Karneval in ähnlich fanatischer Weise begehen.

An den Feierlichkeiten wirken mehr als 20.000 Menschen aktiv mit, und weit über 200.000 sind jährlich als Zuschauer dabei. Auch zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde hat es der kanarische Karneval schon gebracht, als 1987 auf der Plaza de Espana in Santa Cruz 240.000 Menschen zur größten Open Air Karnevalsveranstaltung der Welt zusammenkamen. Über die Vorbereitungen wird täglich in den Zeitungen berichtet und die einzelnen agrupaciones, die Karnevalsgruppen, wetteifern untereinander um die prächtigsten Kostüme. Gleich zu Beginn der Festivitäten werden die Prinzessinnen gekürt. Ihre Kleider sind verschwenderische Kunstwerke, von denen eines allein mehrere Millionen Peseten kosten kann.

Unumstrittener Höhepunkt sind jedoch die corsos, die großen Prozessionen, die am Dienstag in Santa Cruz und am folgenden Samstag in Puerto stattfinden, sowie das Begräbnis der Sardine am Aschermittwoch, bei dem eine riesige Sardine von Klageweiber begleitet begraben wird. Es folgen Feuerwerke und Freiluft Veranstaltungen, bis der Karneval mit der Pinata Sabado y Domingo am nächsten Wochenende aufhört.

Gleichzeitig beginnen damit jedoch die Feste in den kleineren Gemeinden wie Los Realejos, Icod, Candelaria und auf den Nachbarinseln, so das noch bis in die Fastenzeit hinein die karnevalistische Stimmung zu spüren ist.

Quelle: pairola-media

Samba & Salsa - Karneval auf den Kanaren

Das Thermometer zeigt an die 20 Grad Celsius. Heiße Samba- und Salsarythmen durchtönen die Nacht in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz. An den Ständen rund um die Plaza de Espana gibt es allerlei Exotisches zum Genießen. Zur gleichen Zeit wird der Parque de Santa Catalina in Gran Canarias Hauptstadt Las Palmas zur riesigen Freilicht-Discothek bei einer der zahlreichen "Mogollones", Veranstaltungen mit Merengue- Rumba- und Congatanz und ebenso karibischen, afrobrasilianischen Klängen. Lateinamerikanisches Kamevalstreiben auf den Strassen von Santa Cruz und Puerto de la Cruz auf Teneriffa, in Las Palmas und Maspalomas de Gran Canaria und - wenn auch in bescheideneren Ausmaßen auf La Palma, Lanzarote und Fuerteventura - sorgen dafür, dass der Karneval auf den Kanaren zu den berühmtesten in ganz Spanien gehört. Auf dem Festland erreicht lediglich der Karneval von Cádiz diese Popularität.


 


Feiern in Sta. Cruz de la Palma.
Foto: Tourspain

 

Auf die Kanaren kam der Karneval in seiner dort heute gefeierten Form wohl vor allem durch die Rückkehrer aus den Kolonien. So erinnern nicht nur die Musik, sondem auch die prachtvollen Kostüme während der Umzüge und den zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben an Rio. Aber bei aller Musik und Tanz und bunter Pracht fehlt auch auf den Kanaren nicht die Satire und Kritik an Politikern, der Gesellschaft oder den alltäglichen Dingen des Lebens. So üben die Canarios einerseits anhand ihrer einfallsreichen Kostümierung Kritik an den Geschehnissen des vergangenen Jahres oder aktuellen Themen, andererseits sorgen die "Murgas", Gesangsgruppen, die insbesondere auf Gran Canaria gemeinsam mit den "Comparsas", den prachtvoll ausstaffierten Tanzgruppen, das Kamevalsgeschehen bestimmen, für satirische und kritische Töne.

Bereits zu Zeiten der Katholischen Könige gab es wohl den Brauch, sich an bestimmten Tagen im Jahr zu verkleiden, um auf öffentlichen Plätzen Kritik üben zu können. 1523 erließ König Carlos I ein Gesetz, nach dem Verkleidungen und Maskeraden aller Art verboten wurden und auch sein Sohn, Felipe II. verbot Masken. Erst Felipe V. ließ die Pracht der Masken wieder aufleben. Es waren vor allem venezianische und genuesische Kaufleute, die die Mode der Maskenbälle nach Spanien brachten. Die an Lateinamerika erinnernde Pracht des kanarischen Karnevals schließlich brachten die Rückkehrer aus den einstigen Kolonien mit. Noch heute erinnert auf La Palma am Rosenmontag die "Ankunft der Indianos" im Hafen der Inselhauptstadt Santa Cruz an sie. Mit Schiffen legen sie an und dann ziehen Hunderte von weißgekleideten "Kolonialherren" mit Strohhüten, begleitet von Papageien und ihren Mulattinnen, untermalt von tropischen Klängen durch die Strassen der Stadt.


 


Folklore auf Gran Canaria.
Foto: Tourspain

 

Der bekannteste Karneval der Kanaren und ganz Spaniens ist der auf Teneriffa, in der Hauptstadt Santa Cruz, wo er besonders in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts seine Glanzzeit erlebte. Seit damals kamen und kommen Jahr für Jahr mehr Besucher vom Festland und aus dem Ausland, um das Spektakel wie in der Karibik oder Brasilien, jedoch nur wenige Flugstunden entfernt zu erleben. Gleich nach dem Bürgerkrieg wurden bereits in den 40er Jahren wieder Maskenbälle - die ersten gab es 1851 - veranstaltet. Auf Gran Canaria dagegen wurde vom Bürgerkrieg an bis in die 70er Jahre keine Kamevalsveranstaltung mehr gefeiert.

Auf den Kanareninseln steht der Karneval unter einem jährlich wechselnden Motto. So lautet das diesjährige Karnevalsthema auf Gran Canaria "Memorias de Africa". Auf einer rund 1.000 Quadratmeter grossen Fläche werden im Parque Santa Catalina Erinnerungen an das nahe gelegene Afrika wach. Mittelpunkt ist die 20 Meter hohe Skulptur eines afrikanischen Kriegers. Der Bildhauer und Gestalter Alberto Trujillo hat fünf verschiedene Szenarien Afrikas geschaffen: die afrikanische Savanne, die Tierwelt, der Dschungel, die Architektur und die Kunst des afrikanischen Kontinents. Seit 1995 ist der Künstler mit der Dekoration des kamevalistischen Schauplatzes beauftragt. Der Karneval von Sta. Cruz de Tenerife ist im Jahr 2004 eine Hommage an die Sängerin Celia Cruz. Die im vergangenen Jahr verstorbene Salsa-Königin hatte den Karneval entscheidend mitgeprägt. 1987 verführten ihre Lieder eine Gruppe von 250.000 Menschen zum Tanzen; ein Rekord, der mit einem Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde belohnt wurde. Ihr legendärer Zuruf "Azúcar", um dem Publikum einzuheizen, wurde für das Jahr 2004 zum Karnevalsmotto auserkoren. In Puerto de la Cruz wurden die kreativen Karnevalisten von Jules Vernes inspiriert. Dort lautet das Motto "20.000 Meilen unter dem Meer".


 


Strandvergnügen auf Gran Ganaria. Foto: Tourspain
 

Einer der Höhepunkte des Karnevals ist auf Teneriffa und Gran Canaria, wie auf nahezu allen Kanareninseln, die Wahl der Karnevalskönigin. Auf Gran Canaria wird alljährlich neben der Königin auch eine "Drag-Queen" gewählt, ein Spektakel, das zu den außergewöhnlichsten des Karnevals auf der Insel gehört. Auch die Travestie spielte und spielt in der Geschichte des Karnevals seit Jahrhunderten, nicht nur in Spanien eine bedeutende Rolle, eine Tatsache, die insbesondere den Kirchenobersten stets ein Dorn im Auge war. So gibt es im Archiv von Santa Cruz de Tenerife noch das Dokument eines Ediktes aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, dass Verkleidungen, die das Geschlecht veränderten, verbot.

Die Königin und auf Gran Canaria auch die Drag Queen sind es, die auf allen prachtvollen Umzügen, vom Eröffnungskorso bis zur "Apotheose" und den großen Umzügen die absoluten Höhepunkte des Karnevals darstellen. Die jeweiligen Umzüge finden je nach Stadt und Insel an teilweise unterschiedlichen Tagen statt. Prachtvolle Umzüge gibt es in Santa Cruz und Puerto de la Cruz auf Teneriffa, in Las Palmas und Maspalomas auf Gran Canaria, in Santa Cruz de La Palma, in Arecife und Puerto del Carmen und Playa Blanca auf Lanzarote und in Puerto del Rosario und Corralejo auf Fuerteventura. Rund fünf Stunden dauert der große Umzug in Santa Cruz de Tenerife und mehr als 20.000 kostümierte Karnevalsaktivisten nehmen teil. Die Bürger von Las Palmas, Murgas und Comparsas, geschmückte Wagen, Autos, und viele sich spontan dazu kostümierte Gruppen ziehen auf rund sieben Kilometern an rund 200 000 Zuschauern vorbei durch ihre Stadt.

Ein Spektakel nicht minderer Art ist das grosse "Begräbnis der Sardine", das das Ende der Karnevalstage, die auf den Kanaren traditionell bis zum Sonntag nach dem eigentlichen Kamevalswochenende dauern, einläutet. Ein riesiger Pappmaché-Fisch wird vom Parque San Telmo in Las Palmas aus in einem reich geschmückten und ausgelassenen "Trauerzug" bis an den berühmtesten Stadtstrand, die Playa de las Canteras, gebracht, und dort unter Musik und Feuerwerk "begraben".

Auf Gran Canaria sehenswert ist außerdem der Wettbewerb des Bodypainting. Die Modelle, die ihren Körper in allen Farben und Formen bemalen lassen, verwandeln sich in sehenswerte, lebende Kunstwerke. Für Besucher und Einwohner ebenfalls eine beliebte Aktivität ist der Wettbewerb um den schönsten kamevalistisch dekorierten Laden oder Freizeitbereich. Auf Teneriffa schliesslich explodiert die Sardine nach einem seltsamen Trauerzug mit als Papst, Mönchen und Nonnen verkleideten Karnevalsaktivisten, die unter Tränen und Wehklagen vom süssen, exzessiven Leben Abschied nehmen.

Quelle: FVA Spanien / pairola-media

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